Mecklenburg-Vorpommern

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07.04.2022

Pressemitteilung: Abitur 2022 Mecklenburg-Vorpommern

Der Philologenverband MV zeigt sich bezüglich der möglichen, kommenden hohen Anzahl von dezentralen Abiturprüfungen besorgt.

Die Lehrer an den Schulen leisten bereits unter den schwierigen Bedingungen der Coronapandemie mehr als in vergangenen Schuljahren.Besonders der hohe Krankenstand der Schüler*innen und Lehrkräfte hat im Laufe des Semesters zu mehrfachen Nachschreibterminen über die bereits geltenden Fristen heraus geführt. 

Nun sollen die Lehrkräfte mitunter neben der Korrektur der schriftlichen Prüfungen, der Vorbereitung und Durchführung der mündlichen Abiturprüfung und dem regulären Unterrichtsgeschehen innerhalb von wenigen Tagen umfangreiche Abituraufgaben mit Erwartungshorizonten unter KMK-Anforderungen entwerfen, für welche eigens eingesetzte Aufgabenkommissionen Monate zur Verfügung haben. Dies ist für viele Lehrkräfte nur unter sehr hoher Belastung zu leisten.

“Hier gilt es jetzt zu überdenken, wie diese Lehrkräfte entlastet und Mehrarbeit vermieden werden könnte”, sagt Mario Steinke, stellvertretender Vorsitzender.

So könnte man für dieses Jahr prüfen, ob die schon fast fertigen Abiture für 2023 oder auch ältere, ungenutzte Prüfungen  hinsichtlich Inhalt und Anforderungen auf das Jahr 2022 angepasst und bei Bedarf  für einen weiteren zentralen Nachschreibetermin verwendet werden könnten.

„Unabhängig von dem diesjährigen Abitur sollte diskutiert werden, ob die Anzahl der zu erstellenden Prüfungen in den Kommissionen grundsätzlich erhöht wird, um in den kommenden Jahren im Ernstfall vorbereitetet zu sein.“ sagt Nino Janko