Mecklenburg-Vorpommern

News

30.03.2019

Vertretertag Philologenverband MV 2019

„Guter Unterricht muss wieder in den Vordergrund rücken“ –

Lehrergesundheit und APVO als Kernthemen auf dem Vertretertag des Philologenverbandes

Am 30. März 2019 hielt der Philologenverband Mecklenburg-Vorpommern seinen jährlichen Vertretertag in der CJD Christophorusschule Rostock über die Themen „Abiturprüfungsverordnung“ und „Lehrergesundheit“ ab. Unter den etwa 60 Anwesenden sind neben den Mitgliedern des Landtages Frau Simone Oldenburg (Die Linke), Herr Torsten Renz (CDU), Herr Jörg Kröger (AfD) und dem Landesvorsitzenden des DBB M-V Herr Dietmar Knecht auch die Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes Frau Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing und Matthias Zwerschke sowie Thomas Jackl vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur anwesend.

Letztgenannter geht nach einer kurzen Begrüßungsrede des Philologenverbandsvorsitzenden Jörg Seifert auf die Notwendigkeit der Oberstufenreform ein und erläutert Ziele der neuen APVO. Dabei solle durch die Verordnung eine stärkere Vergleichbarkeit zwischen den Ländern, eine bessere Binnendifferenzierung im Unterricht und eine Entlastung aller Lehrerinnen und Lehrer erzielt werden. Gleichzeitig bittet er alle Lehrerinnen und Lehrer darum, in Zukunft weiterhin, „gerecht und streng“ zu bewerten. Herr Zwerschke gibt anschließend tiefere Einsichten in die Prüfungsverordnung und lobt dabei die enge Zusammenarbeit zwischen Bildungsministerium und dem Philologenverband beim Entstehungsprozess. Es seien dadurch viele Interessen der Gymnasiallehrer umgesetzt worden, so Zwerschke. Im zweiten Abschnitt des Vertretertages erläutert Frau Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing die Beziehung zwischen guten Unterricht und Lehrerarbeitszeit. Sie hebt dabei deutlich hervor, dass die tägliche Arbeit mit den Kindern eine anspruchsvolle Aufgabe sei, die nur durch intensive und vorausschauende Planung dauerhaft gut zu schaffen wäre. Dafür würden die Lehrer allerdings Zeit zur Vor- und Nachbereitung benötigen, ohne dass dabei die eigene Gesundheit und die persönliche Entfaltung leiden. Diese Kernaussage von Lin-Klitzing wird durch erste Einblicke in die Arbeitszeitstudie LaiW weitergeführt. Gerade in M-V wird dabei deutlich, dass viele Gymnasiallehrer eine Sechstagewoche haben und teilweise sonntags drei bis fünf Stunden arbeiten.Die vollständige Veröffentlichung der LaiW wird im Frühjahr 2020 erwartet. Abgeschlossen wird der öffentliche Teil des Vertretertages mit einem gemeinsamen Mittagessen, bei welchem alle Teilnehmer die Möglichkeiten haben, sich auszutauschen.