Mecklenburg-Vorpommern

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22.07.2019

„Mondays for Matura“: Mehr Niveau, mehr konkrete Schritte, mehr Klarheit in der „Zentralabitur-Debatte“!

Mehr Niveau in der politischen Diskussion: „Endlich Bildungsstandards für ganz Deutschland einzufordern, obwohl wir diese bereits seit 15 Jahren haben – das offenbart das inhaltliche Niveau der diesjährigen Zentralabitur-Debatte!“, kritisiert die Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Prof. Dr. Lin-Klitzing, die sich gegen ein Bundeszentralabitur, aber für mehr konkrete Vergleichbarkeit auf höherem Niveau bei den Schulabschlüssen zwischen den Bundesländern ausspricht.

Mehr konkrete Schritte der Kultusministerkonferenz: „Wir fordern deshalb am heutigen `Monday for Matura´ konkret das Ende der unterschiedlichen Dauer der schriftlichen Abiturprüfungen in den Bundesländern!“, so Lin-Klitzing. Bisher können die Bundesländer den Schülerinnen und Schülern in den Prüfungsfächern Deutsch, Mathematik und Fremdsprachen unterschiedlich lange Auswahlzeiten für die schriftlichen Abiturprüfungsaufgaben geben. Sie können aber grundsätzlich auch gar keine zusätzliche Auswahlzeit geben! Ebenso können die Bundesländer eine unterschiedlich lange Prüfungsdauer für die schriftlichen Abiturprüfungen in den Fächern ohne Bildungsstandards vorsehen. „Werden Sie konkret und vereinbaren Sie die gleiche Prüfungsdauer in den jeweiligen Prüfungsfächern in allen Bundesländern!“ fordert die DPhV-Bundesvorsitzende die Kultusministerinnen und Kultusminister auf.

Mehr Klarheit zwischen Schulen und ihren Abnehmern:

Die Abiturnote leistet die bestmögliche Vorhersage für Studienerfolg oder auch Studienmisserfolg, weil sie die Langzeitleistungen der Schülerinnen und Schüler aus der mehrjährigen Oberstufe und die Kurzzeit-Prüfungsleistungen aus den Abiturprüfungen umfasst! Aber: die „Abnehmer“ sind mit den Leistungen der Schülerinnen und Schüler nicht zufrieden. Universität und Wirtschaft wollen mehr „Wissen“, die Prüfungen werden aber auf „Kompetenzorientierung“ konzipiert. „Hier fehlt die Übereinstimmung! Das darf nicht auf dem Rücken der Schülerinnen und Schüler und der Lehrkräfte ausgetragen werden! Dies gilt für alle Abschlussprüfungen in allen Schulformen! Klären Sie das Bildungsstandards- und das Prüfungskonzept im Einklang mit den Abnehmern und mit Beteiligung der Experten für Schule: den Lehrkräften!“, so die Forderung von Lin-Klitzing an die Kultusministerkonferenz.

„Mondays for Matura“ sind offenbar nötig. Der Deutsche Philologenverband stellt nun montags in der Sommerzeit konkret umsetzbare Forderungen nach mehr Vergleichbarkeit auf höherem Niveau an die Kultusministerkonferenz mit dem Ziel: Mehr Vergleichbarkeit jetzt!

Von: Presse DPhV