Mecklenburg-Vorpommern

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20.01.2006

Philologenverband zum Amtsantritt der neuen KMK-Präsidentin Ute Erdsiek-Rave

Handlungsfähigkeit der Kultusministerkonferenz für Bildungsreformprozess unabdingbar
Anlässlich der Amtseinführung der neuen KMK-Präsidentin, der schleswig-holsteinischen Bildungsministerin Erdsiek-Rave, hat der Deutsche Philologenverband an die KMK appelliert, bei der Fortführung der nach PISA gemeinsam von allen Bundesländern beschlossenen Reformen weiterhin Einigkeit und konsequente Handlungsstärke zu beweisen.

Der DPhV-Vorsitzende Heinz-Peter Meidinger wünschte der neuen KMK-Präsidentin bei dieser großen vor ihr liegenden Aufgabe eine glückliche Hand und forderte die KMK auf, ihre in der Folge der Föderalismusreform wichtiger gewordenen Koordinierungsaufgaben in der Bildungspolitik und zwischen den Ländern sehr verantwortungsbewusst wahrzunehmen.
Er betonte: „Die letzten Jahre und nicht zuletzt die Leistungssteigerung bei PISA 2003 haben gezeigt, dass bei qualitätsorientiertem Vorgehen, das auf konkrete Reformmaßnahmen setzt, Erfolge auch schon in kürzeren Zeitabständen möglich sind. Diesen Weg der neuen Einigkeit zwischen den Bundesländern über notwendige Reformmaßnahmen (stärkere Frühförderung, zentrale Leistungstests u.a.) müssen alle Bundesländer konsequent weiter gehen.“

Meidinger warnte davor, in die alten Strukturdebatten der 70-er Jahre zurückzufallen, die jegliche konkrete Reform jahrzehntelang verhindert und blockiert hätten. „Nicht Grundsatzdebatten über längst gescheiterte Schulmodelle wie die deutsche Gesamtschule bringen uns weiter, sondern nur das ständige Bemühen um kontinuierliche Qualitätsverbesserungen bei Lehrerbildung, Unterricht und pädagogischen Rahmenbedingungen“, sagte der DPhV-Vorsitzende.