Mecklenburg-Vorpommern

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23.03.2016

Sprache und Werte sind Schlüssel der Integration

dbb Lehrerverbände und KMK fordern zur Bewältigung der Aufgaben mehr Bundesmittel

Die Integration tausender Flüchtlingskinder zu meistern, ist gemeinsames Ziel der dbb Lehrergewerkschaften und der Kultusministerkonferenz (KMK). Die Vertreter der dbb Lehrerverbände machten beim Jahresgespräch am 17. März 2016 in Berlin deutlich, dass die Integration in die Gesellschaft nur gelingen kann, wenn das Bildungssystem den jungen Geflüchteten zunächst Sprache und Werte vermittelt. Einigkeit bestand zwischen KMK und Gewerkschaften, dass die gesamtgesellschaftliche Aufgabe der Integration zusätzliche Bundesmittel erfordert.

Die Kultusministerinnen und -minister nutzten das Gespräch mit den Lehrerverbänden, um auch ihren Dank und Respekt für die bisher geleisteten Integrationsleistungen auszudrücken. Basis gelingender Integration sei, den Kindern und Jugendlichen vor der Aufnahme in den Regelschulunterricht in speziell ausgerichteten Unterrichtsangeboten Sprache und Grundwerte zu vermitteln. Darauf könne dann erfolgreicher Unterricht mit den anderen Schülerinnen und Schülern aufsetzen. Für diese Integrationsleistungen seien viele Schulen aber nur unzureichend ausgestattet, betonten die Repräsentanten der dbb Lehrerverbände. Es fehlten insgesamt mindestens 20.000 Lehrkräfte, insbesondere für das Fach „Deutsch als Zweitsprache“. Auch Schulsozialarbeiter seien angesichts vieler traumatisierter Kinder nicht in ausreichender Zahl verfügbar. Daran zeige sich, dass die Integrationsleistungen des Bildungssystems mit zusätzlichen Bundesmitteln unterstützt werden müssten.

von links nach rechts: Dr. Ernst G. John (VLW), Dr. Bernd Uwe Althaus (KEG), Jürgen Böhm (VDR), Dr. Claudia Bogedan (KMK Präsidentin), Heinz-Peter Meidinger (DPhV), Eugen Straubinger (BLBS).

Von: Presse DPhV