Mecklenburg-Vorpommern

News

11.11.2015

Forderung nach Abschaffung des Gymnasiums ist Rückfall in schulideologische Grabenkämpfe von gestern!

Die Forderung nach langfristiger Abschaffung des Gymnasiums durch die Grüne Jugend Baden-Württembergs zeigt nach Auffassung des DPhV-Bundesvorsitzenden, Heinz-Peter Meidinger, dass es sowohl bei den Grünen als auch in Teilen anderer Parteien wie der SPD, nicht wenige gibt, die in der Gründung von Gemeinschaftsschulen oder auch in einem zweigliedrigen Schulsystem nur eine Zwischenstation sehen zur Einheitsschule für alle.

 "Auch die Befürworter einer Totalinklusion würden lieber heute als morgen das Gymnasium abschaffen. Der Vorstoß der Grünen Jugend in Baden-Württemberg nährt bei uns den Verdacht, dass manche Beteuerungen von Politikern, sie wollten das Gymnasium nicht abschaffen, nur Lippenbekenntnisse sind. Auch der in einigen Ländern verkündete Schulkonsens, die bestehende Schulstruktur nicht anzutasten, erscheint so in einem anderen Licht!", betonte Meidinger.

Inhaltlich bezögen sich die Argumente der Befürworter einer Abschaffung des Gymnasiums nicht auf die Realität, sondern auf ideologischen Vorstellungen, die schon vor 20 Jahren überholt waren. Wer heute noch behaupte, dass das Gymnasium vor allem eine Schule für Vermögende und das Bildungsbürgertum sei, der habe schon lange keinen Fuß mehr in ein Gymnasium gesetzt, so der DPhV-Vorsitzende. 

Er bekräftigte: "Bei einer bundesweiten Übergangsquote von über 40 Prozent sowie angesichts einer sozial äußerst heterogenen Schülerschaft und eines Anteils von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund, der sich in den letzten 10 Jahren bei den bei PISA getesteten 15-Jährigen auf über 25 Prozent verdoppelt hat, entpuppt sich die These vom sozial diskriminierenden Gymnasium als ein modernes Ammenmärchen! Die Forderung der Grünen Jugend bedeutet darüber hinaus einen Rückfall in die schulideologischen Grabenkämpfe von gestern."

Von: Presse DPhV